Vanille, eine Kletterorchidee stammt aus dem Land der Totonaken. Diese Indios siedelten an der zentralen Golfküste Mexicos (Veracruz/Puebla) und repräsentierte um 800 n.Chr. die Hochkulturen ihrer Zeit.
Die „schwarze Blume – Tlixochtil“ wird heute in kleinbäuerlichen Plantagen in Mexico, Tahiti, Madagaskar und Afrika angebaut.
Die Vanillepreise steigen stetig, und haben mittlerweile fast schon den Preis des teuersten Gewürzes der Welt, den des Safrans.
Die Bestäubung muss bei jeder einzelnen Blüte manuell vorgenommen werden. Die bis zu 30 cm langen Vanilleschoten werden, wenn sie gelbgrün sind, geerntet.
Frischen Früchten fehlt das typische Aroma. Erst werden die Schoten in heißem Wasser blanchiert. Dies löst den Fermentierungsprozess aus, der eine Auskristallisierung feiner Glukosenadeln erzeugt. Über Monate werden täglich die Vanilleschoten gewendet, damit keine Schäden entstehen. Dieser zeitaufwändige Prozess wandelt Vorstufen des Vanillins in echte Vanille. Die Fruchtkapseln schrumpfen zu den schwarzbraun glänzenden Vanilleschoten.
Für den Transport werden die Vanilleschoten, wieder mit der Hand, gebündelt und in Pergamentpapier eingeschlagen. Nur handverlesene, makelreine Schoten kommen in den Handel.
Vanille wird nicht nur als Gewürz, sondern auch zur Herstellung von Kosmetika genutzt. Allerdings sind, durch den sehr hohen Preis natürlicher Vanille, viele künstliche Aromen aus Baumsäften und Nelkenöl sowie seit neuerer Zeit Biotech-Vanillin auf dem Markt gekommen. Im direkten Vergleich merkt man aber dieses Bouquet aus den Bestandteilen des Bodens, der Einstrahlzeit der Sonne und der Beschaffenheit des Regens, die das einzigartige Aroma der echten, natürlichen Vanille ausmachen.

Mexico Vanille
Mexikanische Vanille (Vanilla planifolia) ist die Urmutter aller heute kultivierten Vanille Arten. Bereits vor Jahrhunderten wussten die Indios um den Wohlgeschmack dieser Pflanze. Die spanischen Conquistadores brachten diese Pflanzen nach Europa.

Madagaskar Vanille
Die Madagaskar Vanille wird auch Bourbon Vanille genannt. Sie hat einen besonders ausgeprägten Geschmack und gilt als die heimliche Königin der Vanille. Dementsprechend teuer und rar ist sie auch auf dem Weltmarkt. Die Bauern sind sogar gezwungen ihre Plantagen zu bewachen, da sonst Diebe mit Waffengewalt ihren Anbau plündern.

Tahiti Vanille
Die Tahiti-Vanille wie die anderen Vanille Arten eine Kletterpflanze, die ein warmes feuchte Klima sowie Schatten z.B. durch Bäume für ein optimales Wachstum benötigen. Die Tahiti Vanille wir heute als eigene Art bezeichnet. Die Tahiti-Vanille ist morphologisch der Gewürzvanille (Vanilla planifolia) sehr ähnlich. Das aromatische Bouquet ist aber dem der Guadeloupe-Vanille (Vanilla pompona) ähnlich.

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